Gesunder Darm und die Weihnachtszeit

Gesunder Darm und die Weihnachtszeit: Nur noch wenige Tage, dann ist es endlich soweit.

Die Zeit der Besinnung, die Zeit der Ruhe und der Pause naht und endlich, endlich können wir alle einmal durchatmen. Weihnachten, das Fest der Liebe, der Nähe, der Pause –  aber auch das Fest des großen Schlemmens. Und wenn wir einmal wirklich in uns hineinspüren: Die große Schlemmerei, ist zwar lecker und verführerisch, wirklich gut tut sie aber nur den wenigsten von uns.

Am schnellsten bemerken wir die Völlerei, das zu Süße, zu Fettige, zu Reichhaltige Essen an der (mangelnden) Aktivität unseres Darms. Nach 3 Tagen Schlemmerei plagen uns Blähungen, Verstopfung, nicht wenige quälen sich auf der Toilette. Der Darm scheint randvoll und im wahrsten Sinne des Wortes verstopft zu sein. Manchmal dauert es ein paar Tage bis alles wieder so läuft wie es eigentlich sein sollte, manch einer von uns leidet vielleicht aber auch unter einer dauerhafte Verstopfung, die in der Weihnachtszeit massiv zunehmen kann.

Dazu kommt: Wenn unser Darm nicht rund läuft, geht es auch unserer Psyche nicht gut. Wir fühlen uns nicht „in unserer Mitte“, die Stimmung kippt, wir sind gereizt, genervt, die Hose spannt und zwickt, und fühlen uns irgendwie eingezwängt. Nebenbei leidet natürlich auch unsere Darmflora unter dem vielen Zucker, Fett und Gluten. Unsere Darmbakterien sind reagieren hochempfindlich auf unterschiedliche Nahrungssignale. Gerade Zucker und tierische Produkte sind für ein gutes Mikrobiom sehr ungünstig und fördern unsere „schlechten“ statt guten Darmbakterien.

Daher möchte ich heute drei Tipps mit Ihnen teilen die unserem Darm gut tun, Ihre Darmflora unterstützen und die Qual auf der Toilette etwas leichter machen. Die Tipps sind ganz leicht umsetzbar und Sie können Sie sogar an jedem einzelnen Weihnachtstag ganz nebenbei anwenden 🙂

1. Trinken Sie morgens 2 große Gläser warmes Ingwerwasser direkt nach dem Aufstehen.

Dazu schneiden Sie ca 2 cm einer Ingwerknolle in dünne Scheiben und gießen Sie diese mit circa 500 ml heissem Wasser auf, und lassen dies etwas abkühlen.
Das warme Wasser am Morgen kurbelt sehr effektiv unseren Darm und dessen Aktivität an . Nebenbei bemerkt ist es äußerst wichtig morgens den Körper wieder das Wasser zugeben was er in der Nacht ausgeschwitzt hat ( oft bis zu einem Liter).
Mit dem Ingwer Wasser spülen Sie Ihren morgen einmal kräftig Körper „durch“ und gleichzeitig haben Sie  eine sehr die gesundheitsfördernde Wirkung des Ingwers inklusive.
Ingwer bringt nämlich nicht nur Ihren Stoffwechsel und Ihre Darmflora auf Trab, Ingwer ist eine Art Zauber-Hausmittel. In der asiatischen Küche ist Ingwer kaum wegzudenken, wird er doch in fast jede Speise verwendet und auch in süßen Leckeren /Ingwer Nüssen , Ingwer Trockenfrüchten verarbeitet). Nebenbei ist Ingwer eine sehr Vitalstoffhaltige Knolle und reich an Magnesium, Vitamin C und Eisen. Ingwer kann Erkältungen verkürzen, die Symptome deutlich lindern, er wirkt nicht nur antiviral sondern auch antibakteriell – Probieren Sie einmal beim Anflug der nächsten Erkältung im Stundentakt Ingwertee zu trinken, sie werden den Effekt spüren!

 

2. Greifen Sie zu, bei bei Joghurt Quark und Co.

Es gibt zum Nachtisch ein Dessert aus Quark und Himbeeren? Hier dürfen Sie gerne zugreifen. Nicht nur in Joghurt, auch in Kefir und Quark finden wir sogenannte Probiotika, das Lieblingsessen unserer gesunden Darmbakterien. Die besten Quellen für Probiotika sind Joghurt, Quark, Sauerkraut, Fermentiertes und Kombucha. Dazu muss es kein extra angereicherter „Darmaktivierender“ Joghurt sein. Auch in normalem Naturjoghurt finden Sie probiotische Stämme, die unserer Darmflora zuträglich sind. Unser Mikrobiom braucht genau diese „guten“ – „Pro“ Bakterien die uns bei der Verdauung helfen und die Nahrung verwerten. Probiotika regen unsere Darmbewegungen an – der Darm kommt in die Gänge und die Ausscheidung wird gefördert. Außerdem helfen die Darmbakterien bei der Verwertung von Nahrungsbestandteilen, und verhindern, dass sich Krankheitserreger im Darm ausbreiten können. Nebenbei erhöhen sie die Funktionalität unseres Immunsystems , stärken die Barrierefunktion unseres Darms und können vor zahlreichen Krankheiten schützen.

3. Gönnen Sie Ihrem Darm eine Pause

Das Weihnachtsessen ging bis weit in den Abend? Irgendwie lagen Sie mit vollem Bauch im Bett, und am nächsten Morgen haben Sie keinen so rechten Hunger aufs Frühstück? Das ist genau das Zeichen, dass Ihr Darm tatsächlich eine Pause einfordert. Genau jetzt sollten Sie auf Ihren Körper hören, und tatsächlich nichts frühstücken. Genau wie beim Intervallfasten kann durch eine 12-16 Stündige Nahrungskarenz (in der übrigens auch auf die Milch im Kaffee verzichtet werden sollte) bringt unser Körper in dieser Zeit unsere Darmflora wieder ins Gleichgewicht, Verjüngungsprozesse setzen ein, und die Zellreparatur wird gefördert. Gönnen Sie Ihrem Darm diese Pause unbedingt, Ihre Verdauung und Ihr Wohlgefühl wird davon profitieren. Mit Bewegung bzw. sportlicher Aktivität können Sie den „Fasteneffekt“ übrigens noch erhöhen. Vielleicht haben Sie Lust, am Tag nach der Völlerei morgens statt eines reichhaltigen Frühstücks einen Weihnachtsspaziergang durch den Wald zu machen?

Ich verspreche Ihnen, Sie werden sich um einiges besser fühlen, und können mit dieser Fastenphase mit gutem Gefühl zur nächsten Schlemmerei starten, denn Sie wissen ja, dass Ihr Darm eine Pause hatte in der er sich regenerieren konnte.

In diesem Sinne wünschen ich Ihnen ein frohes Weihnachtsfest, genussvolle Feiertage, viele ruhige, besinnliche Stunden und einen guten Start in das neue Jahr!

 

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